09.07.2019, abgelegt unter Garten

von Linda

Ganz schön bunt! – Die Blumenwiese im eigenen Garten

Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder hat Anna D. ein Teil ihres Gartens in ein Insekten-Paradies verwandelt, das sich wirklich sehen lassen kann. Das willst du auch? So geht’s:

Der beste Zeitpunkt zum Anlegen einer eigenen Wildblumenwiese ist im zeitigen Frühjahr. Zuerst musst du dazu den Nährstoffgehalt des Bodens senken, also erst mal das Düngen einstellen. Dann kannst du den Boden kräftig vertikutieren oder, wie auch Anna und ihre Familie es gemacht haben, gleich die ganze Grasnarbe plus 10 cm Oberboden abtragen. Diesen kannst du dann zum Beispiel kompostieren oder zu einem insektenfreundlichen Hügel aufschütten.

Die Hälfte ist geschafft – Die abgetragene Erde haben Anna und ihre Familie direkt zu einem Hügel aufgeschüttet.

Bei zuvor langjähriger Intensivrasennutzung ist der Nährstoffgehalt allerdings viel höher als in neuen Gärten. In diesen Fällen solltest du den Boden deshalb für eine Weile brach liegen lassen, um den Nährstoffgehalt noch weiter zu senken. Wenn du möchtest kannst du auch zusätzlich mit Sand oder feinem Kies nachhelfen.

Du möchtest deinen Rasen lieber behalten? Kein Problem: Starte doch mit mehren kleinen Wiesen-Inseln von 2 Metern Durchmesser. Die Vorgehensweise ist dieselbe und jeder kleine Schritt ist ein guter Anfang.

Nun kann das Aussäen beginnen.

Noch im Frühjahr solltest du das Saatgut verteilen. Es wird nur wenige Millimeter tief eingearbeitet und dann fest angedrückt. Für eine schöne Wiese reichen bereits 10 Gramm pro Quadratmeter. Anna hat sich dabei für ein- und mehrjährige Blumensamen entschieden und außerdem noch vier insektenfreundliche Stauden gepflanzt.

Jetzt heißt es ganz viel gießen, denn noch warten die Stauden auf Gesellschaft.

Dann heißt es vier bis sechs Wochen abwarten und gießen, gießen, gießen! Zusätzlich haben Anna und ihre Familie auch noch zwei unterschiedlich tiefe Wasserbecken angelegt und Kalksandsteine als Unterschlupf für Insekten gestapelt. Seit ein paar Wochen blüht es nun bei ihnen im Garten und Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und Vögel schwirren in der Wiese umher. Eben eine richtige Insekten-Tankstelle!

Eine ganz schöne Arbeit, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Falls du nicht nur eine schöne Wiese willst, sondern auch anderen zeigen möchtest, warum dein Garten vor Blumen nur so überquillt, gibt es beim NABU dazu auch das passende Schild.


Neugierig?

Hier gibts weitere Infos:


Blumeninsel im Rasen

„naturimgarten“ verrät, wie du mit einer kleinen Wiesen-Insel einen guten Anfang finden kannst.